viagra vasodilatorviagra 2011 salesviagra expirationviagra resultsviagra nitroglycerinviagra red faceviagra vs cialis priceviagra japanviagra online canadaviagra in womenviagra vs enzyteviagra cialisviagra recreational useviagra grapefruitviagra directionsviagra usaviagra jingleviagra no prescriptionviagra erectionviagra from indiaviagra wikiviagra no prescription usaviagra and alcoholviagra virusviagra buyviagra over the counterviagra juicingviagra by mailviagra triangle restaurantsviagra pillsviagra indiaviagra premature ejaculationviagra dangersviagra joke labelsviagra vs revatioviagra storiesviagra virus emailviagra q&aviagra in canadaviagra kaiser permanenteviagra eye problemsviagra factsviagra urban dicviagra zoloft interactionviagra manufacturerviagra erowidviagra blue visionviagra walgreensviagra super activeviagra durationviagra adviagra quick deliveryviagra las vegasviagra paypalviagra kidsviagra quick tabsviagra light switchviagra los angelesviagra doesn't workviagra from canadaviagra canadaviagra zonder receptviagra effectsviagra prescriptionviagra kick in timeviagraviagra 30sviagra y alcoholviagra use directionsviagra super forceviagra menviagra substituteviagra timeviagra kick inviagra free trialviagra for pulmonary hypertensionviagra kaufenviagra long term effectsviagra usage tipsviagra vs. birth controlviagra going genericviagra knock offsviagra original useviagra recommended dosageviagra womenviagra not workingviagra experiencesviagra benefitsviagra 25mgviagra voucherviagra expiration dateviagra ukviagra headacheviagra horror storiesviagra professionalviagra makes a romantic relationshipviagra 100mg reviewviagra patentviagra mechanism of actionviagra 25mg side effectsviagra under tongueviagra jellyviagra young peopleviagra youtube channelviagra fallsviagra vs staxynviagra in the waterviagra 100mg priceviagra informationviagra historyviagra when to takeviagra vs cialisviagra and ecstacyviagra interactionsviagra without a rxviagra genericviagra for womenviagra newsviagra dosesviagra use in womenviagra nitric oxideviagra nasal congestionviagra overdoseviagra priceviagra best priceviagra mexicoviagra blogviagra overnightviagra jokesviagra coupon

WP-Umfrage: Einkommen, Partner, Nickname

Daß die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia in Sachen Personendaten kein Kind von Traurigkeit ist, zeigten bereits einige spektakuläre Fälle der Vergangenheit. Ob man die bürgerlichen Klarnamen des Hackers Tron, des Comedians Atze Schröder oder der Bandsängerin der Gruppe M.I.A. unbedingt kennen muß, sei einmal dahingestellt. Was Klarnamensnennungen in Artikeln anbelangt, kann sich das freie Wissensprojekt immerhin auf das grundgesetzlich verbürgte Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit berufen. Weniger bekannt ist, daß Wikipedia auch projektintern allerlei personenbezogene Daten sammelt. Ob Checkuser-Prozederes, interne Beobachtungslisten, im Internet achivierte Mailinglisten-Beiträge oder aber das einfache Faustrecht der Prärie: IP-Checks in der virtuellen Hartgesottenen-Chillzone Wikipedia-Chat – in Sachen Datensammelwut ist das Hobby-Lexikon ganz vorne dabei an der Internet-Front. In Erfahrung bringen wollen die Wikipedia-Betreiber nunmehr auch das Profil der User- und Autorenschaft. Eine am 28. November gestartete und auf sämtlichen Wikipedia-Seiten oben verlinkte Umfrage möchte genauer wissen, wer die Wikipedia-User(innen) sind und was sie über das Projekt denken. Eine normale Umfrage, die lediglich der Verbesserung von Wikipedia dient? Keinesfalls. Durchführung und Intensität der Datenerhebung lassen eher auf eine schnelle Intervention von Datenschutzbeauftragten hoffen.

Einkommen, Partner, Nickname: Auf diese Essentials läßt sich die von niederländischen Institut UNU-MERIT durchgeführte Umfrage 2008 reduzieren – auch wenn für die Beantwortung der kompletten Fragen 20 bis 30 Minuten veranschlagt werden. Vorgehenstechnisch kommt die Umfrage direkt zur Sache: Ein Link, der direkt zum Online-Umfragebogen führt, ziert seit dem 28. November die Kopfzeile sämtlicher deutschsprachiger Wikipedia-Seiten. Der knapp gehaltene Erklärungstext: “Nimm an unserer weltweiten Umfrage (Info) teil und hilf mit, die Zukunft von Wikipedia zu gestalten.” Der zusätzliche Info-Link zur projektinternen FAQ-Seite mit näheren Erläuterungen zur Umfrage wurde, zumindest in der dem Normalpublikum zugänglichen gesichteten Variante, erst auf Nachfrage gesetzt: mehrere Stunden nach Start der Online-Umfrage. Grund: Einigen Projektaktivisten war eine Datenerhebung ganz ohne Erklärung doch etwas zu viel des Guten.

Ablauf und Inhalt der Umfrage werfen eine Reihe weiterer Fragen auf. Die Pläne sind offensichtlich schon etwas älter. Gestartet wurde die Erhebung allerdings aus heiterem Himmel – ohne weitere Beteiligung oder Einbeziehung der hiesigen Community. Größere Wissenslücken klaffen auch zum beauftragten Umfrageinstitut. Laut FAQ-Seite in der deutschsprachigen Wikipedia ist UNU MERIT die Universität der Vereinten Nationen in Maastrich; bei der Collaborate Creativity Group, die die Umfrage konkret durchführt, handelt es sich, so das FAQ, um ein Projekt, daß sich speziell mit freien Inhalten beschäftigt. Was jedoch bedeuten die zögerlich nachgereichten Informationen genau? Befriedigende Auskünfte darüber, für welche Zwecke UNU-MERIT bzw. die Collaborate Creativity Group genau forschen, von wem sie in Anspruch genommen werden, wer genau ihre Betreiber sind und wie genau die Beziehung zu den Vereinten Nationen ist, verraten weder das nachgeschobene Kurz-FAZ noch die Webseite des Instituts selbst.

Wer Genaueres wissen will, muß sich schon selbst auf die Suche begeben. Wikipedia fragen? Hilft in diesem Fall ausnahmsweise nur wenig weiter. In der deutschsprachigen Lexikonausgabe findet man zur Maastricher Universität der Vereinten Nationen keinen Eintrag. Nicht relevant genug? Etwas mehr steht in der englischsprachigen Ausgabe. Allerdings: als Universität ist UNU-MERIT dort nicht aufgeführt, lediglich als Institut. Zudem ist der Beitrag mit einem Qualitätsbaustein versehen. Text: “Der Ton und Stil dieses Beitrags entspricht nicht den Qualitätsanforderungen von Wikipedia.” Im Klartext: Beim UNU-MERIT-Beitrag in der englischsprachigen Ausgabe handelt es sich im wesentlichen um PR. Fazit: Wer über die Umfrageausrichter Genaueres wissen will, fährt am besten gleich in die Niederlande.

Wer derart instrumentell mit seinen Informationen hantiert, darf sich nicht wundern, wenn diejenigen, von denen nun Informationen erbeten werden, pampig reagieren. Im Wesentlichen ähnelt die beschriebene Informationspolitik bereits bekannten Fällen – etwa in Sachen Bertelsmann-Kooperation: Erst kommt nichts; auf Nachfrage wird die Projektbasis dann Stück für Stück mit den vollendeten Tatsachen konfrontiert. Daß auch die Umfrage selbst (zusammengefaßter Inhalt: im Abschnitt “Geheimniskrämerei” auf der Diskussionsseite zu den Umfrage-FAQs) eher mit heißer Nadel zusammengestrickt wurde, zeigen die inhaltlichen Abfrageparameter. Etwas Feldforschung ist zwar durchaus dabei. Beispiel: die Frage, ob teilnehmende User(innen) sich aufgrund ihres Geschlechts in Wikipedia diskriminiert fühlen. Andere Diskriminierungsformen wie etwa Herkunft oder Schichtzugehörigkeit sind sonderbarerweise kein Thema: verwunderlich eigentlich angesichts der bei Wikipedia-De-Eh gehegten Meinung, daß antisemitische Äußerungen kein Grund sind, rechte Hetzer vor die Tür zu setzen. Zusammengestoppelt wirken auch die abgefragten Zufriedenheitsparameter: auf ziemlich zufrieden folgt wenig zufrieden; abgestuftere Varianten von Zustimmung und Ablehnung, etwa mit einer Skala von eins bis zehn, sieht das Abfrageschema nicht vor. Mankos offenbaren auch die Fragen zum persönlichen Teil. Mehrfachangaben zur Berufstätigkeit etwa sind technisch nicht möglich: Obwohl deregulierte, “multiple” Berufsbiografien mehr und mehr zum Normalfall werden, läßt die Erhebungs-Software das Anklicken mehrerer Sparten nicht zu.

Als Maßnahme zur Qualitätsverbesserung mag die zusammengeschusterte Umfrage ein schlechter Witz sein. Was die Abfrage persönlicher Daten angeht, hat sie allerdings recht heikle Punkte parat. Neben der Berufstätigkeit werden gleich drei weitere sensible Parameter abgefragt: das Jahreseinkommen (!), Partnerschaft und Wikipedia-Nickname. Einige der aufgeführten Abfragen lassen sich zwar auch überspringen. Was die Einkünfte von Wikipedia-Usern oder ihre Familiensituation indes mit der Qualitätsverbesserung von Wikipedia zu tun haben sollen, erläutert der Fragebogen nicht. Datenrechtliche Brisanz birgt auch die Abfrage des WP-Nicks. Zwar versichern die Ausrichter der Untersuchung, sensible Daten nicht ohne Einwilligung des Befragten an Dritte weiterzuleiten. Die Option, eine solche später eventuell anzufragen, steht bei einer derartigen Formulierung jedoch unausgesprochen im Raum. In Sachen Datenvertrauen auch nicht unbedingt eine Brücke, über die man unbedingt gerne gehen möchte.

Ähnlich verbesserungswürdig ist auch der technische Verlauf der Umfrage. Ein Es-Sich-Anders-Überlegen und die Beantwortung von neuem zu beginnen ist technisch nicht vorgesehen; der aktuelle Stand der Beantwortung wird unwiderruflich von einem Cookie registriert. Klickt man, ohne die Umfrageergebnisse übertragen zu haben, die Umfrage erneut an, erscheint die zuletzt bearbeitete Umfrageseite. Korrekturen von Eingaben sind auf diese Weise unmöglich. Überträgt das installierte Cookie gleich auch die Daten? Ein User auf der Diskussionsseite zum Wikipedia-FAQ hält dies zwar nicht für gänzlich ausgeschlossen, immerhin aber für unbedenklich: “Typischerweise werden bei solchen Umfragen nur komplette Fragebögen ausgewertet. Wenn du also mittendrin abgebrochen hast, dann sind die Daten zwar bereits übertragen, aber der Fragebogen ist als unvollständig markiert und fliegt daher bei der Datenbereinigung sofort raus.”

Angesichts der scheibchenweisen Informationspolitik und der teilweise recht intimen Fragen macht sich auch in der Community zunehmend Unmut breit. Alt-Aktivistin Henriette Fiebig: “Wenn die Foundation unser aller Einkommen wissen möchte, um abzuschätzen ob es sinnvoll ist in den Foundation-Projekten selbst verstärkt und punktgenau um Großspender zu werben, dann gebe ich mein Einkommen vielleicht an. Wenn als Finanzier hinter der Umfrage ein global agierender Konzern steckt, der mal abchecken möchte ob es sich lohnt auf der Wissen/Enzyklopädie/Bildung-Schiene seine Produkte unters Volk zu bringen, dann ganz sicher nicht. Wenn hinter der Umfrage irgendwelche wißbegierigen Wissenschaftler stecken, die die zweifellos hochspannende Antwort auf die Frage suchen, warum jemand freiwillig und unbezahlt so einen Haufen Zeit in ein Projekt steckt, dann verstehe ich nicht ganz warum die wissen müssen/wollen wieviel Geld ich verdiene. Hinter Datensammelei stehen selten bis nie ausschließlich menschenfreundliche Absichten und pure Freude am Wissen ;) .”

Der unmateriellen Freude am Wissen ist eigentlich auch der Wikipedia-Betreiber, die US-amerikanische Wikimedia Foundation, verpflichtet. Die ist – eine weitere Info, die auf der Disk-Seite zum FAQ nachgeschoben wird – allerdings nur als stiller Nutznießer an dieser Erhebung beteiligt. Fazit: ein “Nimm zwei”-Projekt, ein Deal, von dem beide Teilhaber ihrer Vorteile haben wollen. UNU-MERIT forscht, die Wikimedia Foundation bekommt die Ergebnisse. Der Vorteil für die Wikipedia-Betreiber liegt auf der Hand: Sie haben Geld gespart und bekommen trotzdem Infos über ihre User. Nachteil: Teile des Fragenpakets dienten, so eben der Kompromiß, keinesfalls der Verbesserung von Wikipedia, sondern vielmehr anderweitigen Forschungsinteressen von UNU-MERIT. Welchen? Der Forschung als solcher? Der Industrie im allgemeinen? Der Werbewirtschaft? Hier beginnt dann wieder das große Schweigen im Walde.

Einen unguten Beigeschmack haben die Fragen nach Einkommen, Partner und Nickname auch dann, wenn man die Umfragekonstellation mit berücksichtigt. Da sie im Fragebogen schon mal auftauchen und offensichtlich kein Wikipedia-Verantwortlicher Einspruch dagegen erhoben hat, liegt man wohl nicht falsch, wenn man unterstellt, daß auch bei den Wikipedia-Betreibern ein gewisses Interesse bestehen muß an diesen Daten. Über Gründe läßt sich naturgemäß nur mutmaßen. Möglich, daß das Spendenaufkommen, welches seit längerem unbefriedigend ausfällt, den Hintergrund bildet für dieses Interesse an Autoren- und Userschaft. Möglich, daß auch bei Wikipedia mittelfristig das Thema Werbung auf der Agenda steht. Userprofile? Möglichst genau und möglichst konkret, gelten sie in der Werbewirtschaft mittlerweile als das neue Gold. Die Problematiken bei der Verwertung personenbezogener Daten beleuchtete das Wochenmagazin Spiegel am 27. November anhand eines weiteren prominenten Falls: des Suchmaschinen-Betreibers Google und seinem neuen Projekt Street View.

Ob auch der Freie-Wissens-Liebling Wikipedia langfristig in die Fußstapfen der großen Internetmutter Google tritt? Wer vermag das zu sagen? Auch wenn man dieses Szenario eher für unwahrscheinlich hält: Läßt man die blumigen Worte, welche die Umfrage schmackhaft machen wollen, einmal beiseite, bleibt als unabweisbarer Fakt eine untransparente, holprig sturkturierte Personendatenerhebung mit sensibler Intimdatenabfrage. Wer daran teilnimmt und glaubt, im Falle Wikipedia werde schon alles gut, muß schon sehr die rosarote Brille putzen. Und viel Fantasie aufbringen im Hinblick darauf, was sie Gutes bewirken soll. Glück im Unglück: Zumindest den Fragenkatalog hat ein User auf der FAQ-Diskussionsseite mittlerweile publik gemacht. So wissen zumindest die üblichen Projektaktiven, auf was sie sich beim Klicken auf “weltweite Umfrage” einlassen.

Günter Schuler

4 Reaktionen zu “WP-Umfrage: Einkommen, Partner, Nickname”

  1. Simplicius

    Es wird sicherlich ein interessanter Datenbestand werden. Schliesslich machen die Wikifanten gerne alles mit, um unentgeltlichen Schreiben bis zur Knute durch die Admins. Mit der regen Beteiligung der Autoren ist zu rechnen. Hier wird Gutmütigkeit und Vertrauensseligkeit möglicherweise ausgenutzt.

    Gefragt wird unter anderem nach Familiensituation, Beruf und Einkommen, und dann auch (erst dann) nach dem Benutzernamen. Viele Benutzernamen entsprechen jedoch auch dem Realnamen. Das geht also ein bisschen weit, oder?

    Man darf gewiss davon ausgehen, dass kein Forscher die Rohdaten “nach dem Bereinigen” einfach wegwirft. Die Rohdaten braucht man für alle Fälle, dass es mal einen Kuddelmuddel gibt. Datenrettungsfirmen kennen die typischen Fälle, dass jemand mal den Kaffee versehentlich in sein Notebook giesst, oder beim Raussetzen seines Kombis aus der Garage mal die Aktentasche überfährt. Dazu kommen Festplattenschäden, etc. DAS wollen wir doch nicht.

    Ausserdem hat solch ein Datenbestand einfach einen gewissen “kommerziellen Wert”. Man weiss ja nie, ob der Vertrag in zwei Jahren noch verlängert wird. Darum ist davon auszugehen, dass so ein wertvoller Datenbestand mal irgendwo eine Weile ruht, auf einem Band, einer DVD oder einer Festplatte oder in einem Notebook, dann mal unvernichtet im Papierkorb landet, verkauft oder geklaut wird.

    Es ist sicher richtig, dass man bei der Umfrage durch die Angabe seines Pseudonyms noch einen gewissen Schutz hat. Zugleich gibt es in der Wikipedia aber auch bereits das “Bürgschaftsverfahren”, natürlich erst einmal nur als reiner Test, veranlasst durch Markus Mueller und Frank Schulenburg.

    Zitate: “Mit diesem Authentifizierungsnetz soll das Arbeitsklima in der Wikipedia verbessert werden.” “Es soll Benutzern die Möglichkeit geben, ihren guten Willen zu zeigen, auf den Einsatz von Zweitaccounts zu verzichten und mit ihrer unverwechselbaren Identität für ihre Aktivitäten in der Wikipedia einzustehen.” “Benutzer, die verbürgt werden möchten, müssen gegenüber dem Bürgen ihre Identität glaubhaft machen. Dies geschieht primär durch als fälschungssicher angesehene Dokumente mit Foto wie Personalausweise, Reisepässe oder Führerscheine”

    Sicherlich ist es auch kurz vor der Spendenaktion in den letzten beiden Kalendermonaten 2008 ganz interessant, noch mal mehr über die Autoren und Benutzer der Wikipedia zu erfahren. Die kläglichen 232.513,05 Euro aus privater Hand 2007 an Wikimedia in Deutschland e.V. entsprachen 34 cent pro deutschsprachigem Artikel per annum.

  2. stripe

    Dass die Wikipedia (resp. der Verein) großartig Geld gespart hat, weil sie die Umfrage extern durchführen lässt, glaube ich nicht. So eine zusammengeschusterte Umfrage hätten die Wikipedianer sicher auch ganz alleine und gratis hingekriegt. Es müsste schon mehr dahinter stecken, etwa, dass zum Ausgleich tatsächlich Spendengelder an Wiki bezahlt wurden.

  3. Brummfuss

    Ich übersetze mal den letzten Satz der Webseite:

    The Centre’s research and policy work brings to the forefront the complementary roles of states, research institutions, the private sector, civil society organizations and other actors in the creation and diffusion of knowledge to enhance equitable and environmentally sustainable economic development.

    Die Forschungs- und Richtlinienarbeit des Institutes bringt die komplementären Rollen der Staaten, Forschungseinrichtungen, dem privaten Sektor, Organisationen der Zivilgesellschaft und andere Akteure in den Vordergrund,

    durch Erschaffung und Verteilung (creation and diffusion of knowledge), um eine gerechte und umweltbezogen nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu verbessern.

    Creation and diffusion of knowledge – kann man auch anders übersetzen ;-) – da müsste man mal PDD fragen.

    Der Text der englixchen WP ist fast wortwörtlich von der Webseite übernommen, was im grunde wohl eine Urheberrechtsverletzung sein könnte.

    Über die Finanzierung war auf der Webseite nichts zu erfahren. Jedenfalls handelt es sich hier anscheinend um eines dieser drittmittelfinanzierten Institute mit wirtschaftlichen Focus. Es ist doch unwahrscheinlich, dass das Institut die erhobenen Daten nicht auch anders verwerten wird, wie Simlicius bereits schrieb. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei dieser mangelhaften und internationalen Erhebung konkrete Verbesserungen für die WP rausspringen, denn das größte Problem der Wikipedien ist die Innovationsbremse Mobbing einiger, relativ weniger Admins und einiger weniger Benutzer.

    In dieser Hinsicht ist es schon ein sehr schlechter Deal gewesen, wenn die Wikimedia-Foundation noch nicht mal eine größere Spende im Gegenzug für den breitflächig gestreuten Aufruf an ihre Autoren weltweit, ihre Daten an dieses Institut weiterzugeben, erhält. Hier werden die Potenziale verschleudert, die jeder einzelne von uns über Jahre mitgeschaffen hat. Auf der anderen Seite ist natürlich sowieso unerhört, dass die Gemeinschaft der unentgeltlich arbeitenden Autoren so eine Erhebung privater persönlicher Daten vom “Office” und Frank Schulenburg ohne Diskussion reingedrückt kriegt.

    Da muss man sich schon Fragen, wie die WP überhaupt organisiert ist, wenn es möglich ist, dass da im obersten Management solche Dinge passieren – und das ist ja nur 1 äußerst fragwürdiger Fall der selbstherrlichen und unzulänglichen Verwaltung des Artikelbestandes.

  4. Weissbier

    Wer bei Umfragen aller Art nicht lügt, daß sich die Balken biegen ist ja sowas von selber Schuld.