Editorial
Die Online-Enzyklopädie Wikipedia scheint endgültig in der Gesellschaft angekommen zu sein. Präsent ist freies Wissen nunmehr auch bei Spiegel Online. Intern als Erfolg gewertet wird derzeit die Installation sogenannter Gesichteter Versionen. Allerdings: Nicht alle Aktivisten und Beobachter des Projekts sind der Meinung, daß dessen Probleme mit Software-Kosmetik allein behoben sind. Im Mittelpunkt des “Wikipedia inside”-Weblogs diesmal zwei Themenschwerpunkte: Zum einen die von Wikimedia Deutschland e. V. in die Wege geleitete Kooperation mit dem Bertelsmann Verlag. Über den Verlauf der internen Auseinandersetzungen hinaus beleuchtet der Beitrag Wikipedia und die mehreren Milliarden auch die Medienkonstellation, in die sich einige Projektverantwortliche hier begeben haben sowie ein weiteres delikates Thema: den pekuniären Wert der Marke Wikipedia. xx Der zweite Beitrag, Wikipedia-Sperre fürs Bloggen, widmet sich einem leider schon länger virulenten Thema: das Wikipedia-Admins bei Kritik an bestimmten Projektzuständen (Anlaß, wieder einmal: das unbehinderte Treiben rechtslastiger Editoren) ausrasten und zum Sperrknopf greifen. Frage: Dürfen Wikipedia-Autoren bloggen? Dort offensichtlich nicht immer. Hier schon. Viel Spaß beim Lesen.
Günter Schuler, 23. Juli 2008
