Editorial

Auch das Blog zum Buch “Wikipedia inside” geht nunmehr ins neue Jahr. Anlaß für ein paar Klein-Renovierungen. Die Wichtigste betrifft die aktualisierte Vorschau, die bisher an dieser Stelle anzutreffen war. An ihrer Stelle erscheint nunmehr zu jeder Artikelstaffel ein Editorial. Zum einen ist dies ein Service für die Leserinnen und Leser: Eine kurze Einführung in die Themen, die aktuell anstehen, ist für die Orientierung mit Sicherheit hilfreich. Darüber hinaus ist die “Editorial”-Form auch für “Vorschau”- Ankündigungen nicht ungeeignet. Die letzte Vorschau ist diesmal nicht gelöscht wie sonst, sondern rückt einfach nach unten – inklusive der darin stehenden Kommentare. xx Schwerpunkt im Januar und Februar ist das bereits angekündigte Thema “Adminpedia”. Daß die Machtstrukturen der deutschsprachigen Wikipedia von vielen kritisiert werden, ist nun kein neuer Fakt. Neu ist allerdings ein aktuelles Meinungsbild, bei dem erstmals die Position der Projektadministratoren zur Disposition steht. Wiederwahlen für Admins – Ja oder Nein? Mit dem aktuell laufenden Meinungsbild zu dieser Frage und den Turbulenzen darum beschäftigt sich der erste Beitrag. Beitrag zwei ist schlicht und simpel mit der Headline “Danke, Katina Schubert!” unterschrieben. Die stellvertretende Vorsitzende der Linken hatte im Dezember eine Strafanzeige gegen Wikipedia angedroht, diese allerdings kurz darauf wieder zurückgezogen. Über die pressebekannten Fakten hinaus rückt der Beitrag den Umgang der Wikipedianer mit den beanstandenen Beiträgen zu NS-Organisationen in den Mittelpunkt. Da die Chose in diesem Blog bereits Thema war, hätte man auch die Headline “Hitler-Jugend: A Never Ending Story” verwenden können. Beitrag drei begibt sich schließlich in die Alltagsgefilde der “Adminpedia”. Das Beispiel, der Wikipedia-Eintrag zur Deutschrock-Band Guru Guru, war ein Zufallsfund und ursprünglich für eine ganz andere Thematik vorgesehen: wie sich ein ganz unspektakulärer WP-Beitrag mit der Zeit entwickelt. Was allerdings zutage trat, war Adminherrlichkeit, wie sie viele Autor(inn)en von Wikipedia nur zur Genüge kennen. In “Guru Guru, oder: Administratoren des Grauens”, ist die Geschichte des freien Lexikoneintrags beschrieben. xx P.s.: Der angekündigte Beitrag zu den Patzern, Fehlern und Peinlichkeiten ist nicht vergessen, allerdings abermals aufgeschoben. Wer ungeduldig ist, kann sich schon mal hiermit aufwärmen. Viel Spaß beim Lesen wünscht

Günter Schuler, 25. Januar 2008

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